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Trotz Schneetreiben und Glätte traten die Taufkirchner Schäffler auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums an der Landshuter Straße auf, um den Kunden die Tradition dieses historischen Männer-Tanzes näher zu bringen. Die rund 20 Männer mit den prägnanten roten Jacken und den schwarzen Knickerbocker-Hosen sind fast alles Mitglieder der Taufkirchener Feuerwehr. Nur alle sieben Jahre, so will es die Tradition, wird der Schäfflertanz aufgeführt. Schäffler sind Fassmacher, die im 16. Jahrhundert erstmals auf diese Weise auf sich aufmerksam machten und die Bevölkerung nach den Wirren der Pestzeit aufheiterten. „Bei uns wurde diese Tradition 1984 wiederbelebt“, so Charlie Wegmann, der mit Feuereifer als Tänzer agiert. Junge Männer sind dabei, die ihren Spaß an dem besonderen Tanz entdeckt haben. Aber auch viele etwas betagte Herren sind mit dabei. Rund einhundert Auftritte haben die Taufkirchener Schäffler in diesem Fasching, dann wird das Gewand wieder sorgfältig aufbewahrt und erst nach sieben Jahren wieder ausgepackt. Ob das „Leiberl“ dann noch immer passt, das sei dahingestellt. Aber man kann es ja weiter oder enger schneidern lassen. Typisch beim Schäfflertanz ist auch das Fass-Schlagen und der Auftritt einiger buntgekleideter Kasperl. Die Getränkehandlung Kratzer hatte die Schäffler eingeladen und zeigte sich spendierfreudig. Zusammen mit den Tänzern stießen Ingrid und Helmut Kratzer auf den Erhalt dieser schönen Tradition an, die in Taufkirchen auch weiterhin fortgeführt werden soll. Foto: Angela Renner
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